Ein Ort des Erinnerns:
Einweihung des Gedenksteins im Evangelischen Pflegezentrum Planegg
Im Evangelischen Pflegezentrum Planegg wurde ein besonderer Ort geschaffen: ein Gedenkstein, gestiftet von der Bestattungsinstitut Denk Trauerhilfe GmbH. Er steht zentral im Garten unter freiem Himmel – für alle Bewohnerinnen, Bewohner, Angehörigen und Mitarbeitenden zugänglich. Unter der Stele finden bemalte Steine ihren Platz. Jeder einzelne steht dabei für einen Menschen, der hier im Evangelischen Pflegezentrum Planegg gelebt hat und verstorben ist: individuell, liebevoll und bunt gestaltet, mit Namen und Symbolen versehen. Wer möchte, kann zusätzlich Blumen zu dem Gedenkstein stellen oder eine Kerze anzünden. So bleiben die Erinnerungen lebendig und die Verstorbenen Teil der Gemeinschaft.
„Ich halte, weil ich gehalten werde.“ Mit diesen Worten eröffnete Astrid Ühlein, Einrichtungsleitung des Pflegezentrums, die Feierlichkeiten. Sechs einfache Worte – und doch ein Leitspruch, der die Haltung dieses Hauses beschreibt: Kraft, Sicherheit und Vertrauen entstehen dort, wo Menschen füreinander da sind.
Der Regen an diesem Tag verlieh der Feier eine besondere Symbolik, die Diakon Harald Braun, Leiter von SPES (Spiritualität, Palliative Care, Ethik und Seelsorge), während der Segnung aufgriff: Niemand wünsche sich Regen – genauso wenig, wie man sich Trauer wünsche. Und doch gehören beide zum Leben. „So wie ein Unterstand uns im Regen Schutz gibt, schenkt dieser Gedenkort Halt in der Trauer.“ Die Steine, so erklärte er, seien kantig, rau, kalt – wie der Schmerz des Verlustes. Doch durch ihre Farben und ihre Gestaltung erzählten sie von Liebe, von Erinnerungen und von einem gelebten Leben. So verwandelten sie ihre ursprüngliche Härte in Hoffnung, in schöne Erinnerungen und in Trost.
SPES begleitet Menschen ganzheitlich in ihrer letzten Lebensphase – und versteht sich, auch im Wortsinn vom lateinischen spes, als Hoffnung. Hoffnung, die Traurigkeit annehmen zu können. Hoffnung, die Erinnerungen lebendig zu halten. Hoffnung, dass die Liebe bleibt. Genau diese Haltung prägt auch den neuen Erinnerungsort im Garten des Pflegezentrums.
Philipp Zeiner, Betriebsleitung der TrauerHilfe DENK in München, begleitete das Projekt gemeinsam mit Astrid Ühlein. Beide betonten, wie wichtig es sei, Rituale zu schaffen, die über den Moment hinaus wirkten. Auch Geschäftsführer Dirk Spohd, Geschäftsführer von „Hilfe im Alter“, einer Tochtergesellschaft der Diakonie München und Oberbayern und Träger von 11 Pflegeheimen, hob die Bedeutung dieses Gedenksteins hervor – als Zeichen des Trostes, der Verbundenheit und der Gemeinschaft. Er kennt die Zusammenarbeit mit der TrauerHilfe DENK bereits seit 2014, als im Pflegezentrum Eichenau der erste Gedenkstein dieser Art gestiftet wurde.
So ist im Garten des Pflegezentrums ein Ort entstanden, der mehr ist als Stein. Ein Ort, der Kraft gibt, der Trauer zulässt, der Erinnerungen Raum schenkt. Und ein Ort, der zeigt: Die Liebe endet nicht mit dem Tod.
Für die TrauerHilfe DENK ist dieser Gedenkstein mehr als eine Spende. Philipp Zeiner bekräftigt das: „Uns als TrauerHilfe DENK ist wichtig, Orte zu schaffen, die in Zeiten der Trauer Halt geben, Rituale ermöglichen und das Erinnern stärken. Mit dem neuen Gedenkstein ist ein solcher Ort entstanden – ein Ort der Stille, des Friedens und der Hoffnung.“

